Foto: Carl Zeiss AG

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Zeiss Colloquium über Additive Fertigung

Martin Hermatschweiler von der Nanoscribe GmbH spricht auf dem Zeiss Colloquium über Additive Fertigung auf der Mikro- und Nanometerskala.

Martin Hermatschweiler, Mitgründer und CEO der Nanoscribe GmbH, spricht am Dienstag, 24. September 2019 um 16.00 Uhr beim „Zeiss Colloquium – Innovation Talk“ im Zeiss Forum in Oberkochen. In seinem Vortrag „Additive Fertigung vom Feinsten – 3D-Druck auf der Mikro- und Nanometerskala“ beleuchtet er den Paradigmenwechsel eines wissenschaftlichen Forschungswerkzeugs hin zu einem Produktionswerkzeug in der Mikrofabrikation.

Design-Freiheit und einfacher Arbeitsablauf

Der 3D-Druck, auch bekannt unter dem Begriff additive Fertigung, bezeichnet alle Verfahren, bei denen Material Schicht für Schicht aufgetragen und so dreidimensionale Objekte erzeugt werden. Die additive Fertigung mittels der sogenannten Zwei-Photonen-Polymerisation (2PP) hat sich als der neue Standard für den Druck im Mikro- und Nanostrukturbereich etabliert. Die hohe Auflösung, Design-Freiheit und der einfache Arbeitsablauf ermöglichen die zuverlässige Herstellung nahezu beliebiger 3D-Objekte mit minimalen Strukturgrößen bis hinunter zur Nanometerskala. Der Vortrag beleuchtet zunächst das Verfahren und die Materialien, die technischen Möglichkeiten sowie Anwendungen in der Industrie. Bereits heute kommt die Technologie in der industriellen Forschung und Entwicklung sowie im produzierenden Gewerbe zum Einsatz; in der Optik und Photonik beispielsweise in/bei der Fertigung von Mikro-Linsen-Arrays (MLAs), Diffraktiven Optischen Elementen (DOEs), Freiform-Optiken oder komplexen dreidimensionalen Linsensystemen. Laut Hermatschweiler profitiere insbesondere die integrierte Photonik von der Fähigkeit, additiv optische Komponenten auf optischen Chips direkt und maskenlos lithographisch zu fertigen. In der Medizintechnik und den Lebenswissenschaften ist ein Einsatz jenseits der Wissenschaft ebenfalls in Reichweite.

Über den Referenten

Martin Hermatschweiler studierte Physik in Ulm und Karlsruhe. Danach beschäftigte er sich laut Unternehmensangaben in wissenschaftlichen Projekten mit der laserbasierten Strukturierung von Photopolymeren und Prozessen zur Abscheidung dünner Schichten basierend auf Halbleiterfertigungstechniken. Er ist Mitgründer und Geschäftsführer der Nanoscribe GmbH, die 2007 aus dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ausgegründet wurde und heute laut eigenen Angaben mehr als 70 Mitarbeiter beschäftigt. Nanoscribe ist ein Spezialist für 3D-Drucker sowie maskenlose Lithografiesysteme für die Mikrofabrikation und hält als Partner von Zeiss Niederlassungen am Zeiss Innovation Hub in Karlsruhe und bei Zeiss in Shanghai.

Zur Veranstaltungsreihe

Der Vortrag ist Teil der Reihe “Zeiss Colloquium – Innovation Talk”, die sich aktuellen Themen der Wissenschaft widmet und abwechselnd in Oberkochen und Jena stattfindet. Zeiss bietet mit der Veranstaltungsreihe eine Plattform für renommierte Wissenschaftler verschiedener Fachgebiete, in einem einstündigen Vortrag mit anschließender Diskussion ihre Forschungen vorzustellen. Zeiss lädt die interessierte Öffentlichkeit ein, die Teilnahme ist kostenfrei. Um die Kapazitäten planen zu können, wird um Anmeldung gebeten.

Datum und Uhrzeit: 24. September 2019, 16.00 Uhr
Ort: Zeiss Saal im Zeiss Forum in Oberkochen
Referent: Martin Hermatschweiler, Mitgründer und CEO der Nanoscribe GmbH