Foto: Stratasys

3D-Druck

Vom Design zum Produkt – schneller als je zuvor

Vom 2 D-Entwurf direkt zum 3 D-Modell. Stratasys ermöglicht Designern mit dem neuen bürotauglichen 3D-Drucker J55 die sofortige Umsetzung neuer Ideen.

Stratasys hat heute seinen neuen 3D-Drucker J55 vorgestellt, der den schnellen, vollfarbigen Design-Realismus für Designer und Teams überall zugänglich machen soll. Zu etwa einem Drittel des Preises anderer PolyJet 3D-Drucker der Oberklassen-Kategorie verspricht das Unternehmen mit dem J55 die Kombination von Realismus und Produktivität, einschließlich hoher Wiedergabetreue und fünf gleichzeitig gedruckten Materialien, für fast 500.000 Farben, Pantone-validiert, realistische Texturen und Transparenz in einem Bauteil. Die Installation sei sehr einfach, und dank der Fernüberwachung können Druckaufträge von zu Hause aus verwaltet werden.
„Mit der Entwicklung dieses innovativen neuen 3D-Druckers wollten wir den Produktentwicklungsprozess für Produktdesigner und Ingenieure völlig neu gestalten”, sagt Omer Krieger, Executive Vice President of Products bei Stratasys. „Der J55 passt nicht nur in das Budget praktisch jedes Produktdesignteams, sondern er kann auch 3D-Druckbauteile von bester Qualität fertigen. Er ist so einfach zu handhaben, dass ihn jeder einrichten und nutzen kann - außerdem arbeitet er so leise, dass man vergisst, dass er läuft.”

Vereinfachter 3MF-Workflow mit KeyShot und Solidworks

Um Designern das Leben zu erleichtern, konzentriert sich Stratasys bei dem J55 auch auf eine Vereinfachung des Arbeitsablaufs. Dank der vollständigen Unterstützung durch die Software GrabCAD Print ermöglicht der J55 einen reibungslosen Import der üblichen CAD-Dateien (z.B. Solidworks, Catia, PTC Creo, Siemens NX, Inventor) und der neusten 3MF-Dateiformate.Erstmals unterstützt Stratasys auch 3MF-Farbprozesse mit der 3D-Rendering-Software KeyShot von Luxion Inc. Diese Möglichkeit besteht zurzeit in der Beta-Version und ist für Ende 2020 vorgesehen.

Unternehmenstauglicher Design-Realismus

Mit dem J55 stehen Designern laut Stratasys alle CMF-Möglichkeiten (Farbe, Material, Finishing) offen. er nutzt die leistungsstarken PolyJet-Materialien, einschließlich einer vollständigen Palette von Texturen, Transparenz mit VeroClear (VeroUltraClear wird später im Jahr 2020 verfügbar sein), X-Rite-basierten Farbprofilen und Pantone-Validated Farben - und bietet eine universelle Farbsprache, die eine zuverlässige, realistische Entscheidungsfindung in jeder Phase des Designprozesses gewährleisten soll. Der J55 verfügt über ein maximales Bauvolumen von 22 Litern und benötigt eine Grundfläche von nur 0,43 m2. Mit der Kapazität von fünf Materialien (plus Stützmaterial) können Anwender ihre am häufigsten verwendeten Harze laden und so Ausfallzeiten im Zusammenhang mit Materialwechsel vermeiden.
Im Betrieb sei der Stratasys J55 einzigartig, denn er verfügt über eine patentierte rotierende Bauplattform mit einem festen Druckkopf. Dies soll einen besonders zuverlässigen Betrieb gewährleisten und die Wartung erleichtern. Die Technologie bedeute auch eine größere Leistung auf kleiner Stellfläche bei gleichzeitiger Eliminierung der meisten Geräusche.  Er sei etwa so leise wie ein Kühlschrank zu Hause. Zusammen mit der Filtertechnik ProAero für einen geruchsfreien Betrieb eigne sich der J55 für jeden Standort bestens. Als kleinere, aber ebenso leistungsfähige Ergänzung der Stratasys J8-Serie unterstützt der J55 den gesamten Designprozess mit taggleichen Druckabläufen und minimaler Nachbearbeitung. Er bietet die gleiche außergewöhnliche Auflösung und Detailgenauigkeit wie die 3D-Drucker der J8-Serie, wobei die Modelle in Form, Material, Farbe und Finishing den Endprodukten entsprechen, so Stratasys.

Produktgestaltung muss heute schneller gehen

Laut Tim Greene, Research Director für 3D-Druck beim globalen Forschungsunternehmen IDC, muss es in der heutigen, sich schnell wandelnden Welt, zu einer deutlichen Veränderung des Produktgestaltungsprozesses kommen. „Wir wissen, dass es einfach nicht mehr funktioniert, Prototypen mit der herkömmlich erforderlichen Zeit und den herkömmlichen Risiken zu fertigen, wir haben also keine andere Wahl”, so Greene. „Designer können und müssen Prototypen viel stärker im eigenen Betrieb fertigen, von den ersten Konzeptstudien bis zu äußerst realitätsgetreuen finalen Prototypen. Es ging nur darum, die Qualität in die Preisklasse und den Arbeitsbereich eines Designunternehmens zu bringen. Und das haben wir nun erreicht.”

Die Geheimwaffe

Auf jeden Fall zeigt sich Tony Guard, Director of Innovation and Industrial Design bei Kinetic Vision aus Cincinnati, der schon erste erfahrungn mit dem J55 sammeln konnte begeistert: „2D-Entwürfe können nur mithilfe eines realistischen 3D-Modells validiert werden, anders ist es einfach nicht möglich.“ Das Unternehmen entwickelt mit seinen 175 Mitarbeitern Produkte für Startups und Fortune-50-Unternehmen aus den Bereichen Unterhaltungselektronik, Verbrauchsgüter, Luftfahrt und Medizin. Nach Angaben von Guard wurde der J55 von nur einem einzigen Mitarbeiter und ausschließlich mit Fernunterstützung von Stratasys eingerichtet. „Mir verschlug es die Sprache, als ich sah, wozu die Maschine in der Lage ist”, so Guard. „Wir können die Form, Farbe, Finishing und Grafik - einfach alle Produktelemente - schneller validieren. Schneller als je zuvor stehen unseren Kunden greifbare 3D-gedruckte Modelle zur Verfügung, die genauso aussehen wie das Endprodukt im Einzelhandel. Ich würde mir wünschen, dass die J55 unsere strategische Geheimwaffe wird. Aber ich glaube nicht, dass sich das lange geheim halten lässt.”
Der J55 wird voraussichtlich im Juli 2020 ausgeliefert und Bestellungen werden schon jetzt entgegengenommen.