Foto: EOS, Helmschale von Wilson Baseball

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Sportliche Ziele für den 3D-Druck

Wie EOS mit additiv gefertigten Schaumstoffen auf der ISPO Munich die Möglichkeiten der additiven Fertigung für Sportanwendungen aufzeigt.

Das Digital-Foam-Programm von EOS beschleunigt die Entwicklung und Produktion 3D-gedruckter Schaumstoffe für Anwendungen wie Helme und Sohlen. Auf der Sportmesse ISPO in München vom 26. – 29. Januar demonstriert EOS welche Vorteile der 3D-Druck auch im Sportbereich bieten kann. Grundlage sind additiv gefertigte Schaumstoffe: Bestehend aus hochflexiblen Polymerwerkstoffen wie TPU oder PA 11 bietet Digital Foam die Möglichkeit, jedes einzelne Voxel (Volumenpixel) präzise anzupassen. Damit lassen sich Produkte herstellen, die komfortabler, sicherer, leichter und individualisierbar sind. 

Additive Schaumstoffe im Einsatz

Bereits genutzt wird Digital Foam beim Unternehmen Aetrex, einem führenden Hersteller von Fuß-Scannern, orthopädischen Hilfsmitteln und Comfort Footwear. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit EOS nutzt Aetrex den Digital Foam Ansatz, um die Füße seiner Kunden mittels Scanner zu analysieren, Druckstellen zu identifizieren und dann im 3D-Druckverfahren individuell gestaltete Einlegesohlen zu fertigen. Das Ergebnis ist ein in flexibilisierter Massenproduktion hergestelltes, leichtes und kostengünstiges orthopädisches Produkt, das perfekt auf den Fuß des Kunden abgestimmt ist. „Aetrex ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie Anwendungen für 3D-gedruckte Schaumstoffe mit Digital Foam im Zeitalter einer digitalen Fertigung zum Mainstream werden können“, sagt Thomas Weitlaner, Director Additive Minds & Business Development bei EOS. „Das Unternehmen hat eine hochwertige und gleichzeitig einfach zu bedienende Lösung entwickelt, die Dutzende von Punkten in der Wertschöpfungskette miteinander verbindet und bessere Produkte schneller als je zuvor auf den Markt bringt.“

Sicherheit im Fokus

Eine weitere Anwendung, die neben Komfort auch Sicherheit in den Fokus rückt, sind Helme, beispielsweise im Radsport oder beim Baseball. Auch hier erfasst zu Beginn ein Scanner den Kopf des Trägers und eine Software berechnet die Geometrie des Digital-Foam-Produkts entsprechend der Kopfform sowie der benötigten Dämpfungswerte. Das Ergebnis ist ein perfekt sitzender Helm mit einer weichen, aber stark stoßdämpfenden und elastischen Einlage.

Schneller zum AM-Schaumstoff

Um die Markteinführung additiv gefertigter Schaumstoffe zu vereinfachen, hat EOS das Programm Digital Foam gestartet. Diese von EOS konzipierte Lösung verbindet Produktdesign (CAD), Werkstoffe, Bauteilqualifizierung und den 3D-Druck. Das Programm führt diese Variablen passend zusammen und ermöglicht damit die schnellere Umsetzung neuer Ideen: Statt Lösungen für einzelne Elemente der Prozesskette individuell finden zu müssen, können Unternehmen dank Digital Foam additiv gefertigte Schutzhelme, individuell angepasste orthopädische Hilfsmittel oder Performance-Schuhe sowie viele andere Produkte schneller produzieren. Am Beginn der Prozesskette von Digital Foam steht die Engineering-Software. Ein Unternehmen, das dabei hilft, die Konstruktions-, Analyse- und Vorbereitungsprozesse zu vereinfachen, ist das in New York ansässige Unternehmen Ntopology. „Digital Foam beschleunigt die Einführung des 3D-Drucks und ermöglicht die Nutzung präzise gestaltbarer Materialien wie Schaumstoffe. Damit lassen sich grundlegende Anwendungen verbessern und auergewöhnlich machen – zum Beispiel Helme, die nicht nur sicherer, sondern auch leichter und komfortabler sind“, sagt Bradley Rothenberg CEO Ntopology.