Foto: Solukon

Nachbearbeitung

So entfernt CERN in der Schweiz Pulverrückstände sicher

Für das Postprocessing in der additiven Metallfertigung nutzt CERN ab sofort automatisierte Reinigungskabinen des Augsburger Herstellers Solukon.

Die Mechanik- und Werkstoffgruppe der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) verwendet automatisierte Reinigungskabinen der Solukon Maschinenbau GmbH für die Reinigung strahlgeschmolzener Metallbauteile aus reaktiven Titanlegierungen. „Die Pulverentfernung ist eine kritische Phase der additiven Fertigung im Ultra-Hochvakuum (10-10 mbar). Wir stellten fest, dass Pulverrückstände, die während der Wärmebehandlung gesintert werden, wie Schwämme wirken, indem sie Gase einschließen und sehr langsam wieder freisetzen. Die automatisierte Reinigungskabine SFM-AT300 von Solukon gewährleistet eine leistungsstarke Entstaubung in einer für Titan- und Niobpulver sicheren Umgebung“, sagt Romain Gérard, AM-Ingenieur bei CERN. „Die hohen Anforderungen an Sicherheit und Reinigungsergebnisse machen CERN zu einem beispielhaften Kunden für Solukon. Unsere Systeme eignen sich perfekt für die Kombination der Reaktivität des verwendeten Titanpulvers mit den komplexen inneren Strukturen der Teile“, sagt Andreas Hartmann, CEO und technischer Direktor von Solukon. „Die programmierbare Rotation des Bauteils und des Drehtellers um eine oder zwei Achsen löst ungebundenes Baumaterial auch aus komplexen Hohlräumen und Tragstrukturen“, ergänzt Dominik Schmid, CEO.

Diese Vorteile verspricht Solukon beim Einsatz der Reinigungskabinen:

  •  Hoher Schutz vor gefährlichen Stäuben
  •  Schnelle, wirtschaftliche Bauteilreinigung mit einer Zeitersparnis von bis zu 90%
  •  Automatisierte und programmierbare Pulverentfernung
  •  Sicherheitsüberwachte Schutzgas-Inertisierung zum Explosionsschutz
  •  Schutz vor Verunreinigung mit Sauerstoff durch komplett inertes Materialhandling
  •  Komfortable Handhabung der Bauteile
  •  Wartungsfreundlicher Anlagenaufbau
  •  Geeignet für Teile aller marktüblichen Fertigungssysteme
  •  Robuste Konstruktion für kontinuierlichen Betriebseinsatz
  •  Reproduzierbare Reinigungsergebnisse für zertifizierte Produktionsprozesse

Über CERN:

CERN ist eine gemeinnützige Forschungseinrichtung für die Zusammenarbeit europäischer Staaten im Bereich der Teilchenphysik. Die Organisation beschäftigt rund 7.000 Physiker aus über 500 Forschungsinstituten weltweit und hat ihren Sitz in Genf, Schweiz. Die Aufgabe von CERN sind das Design, der Bau und der Betrieb von Teilchenbeschleunigern sowie damit verbundener Experimente.

Über Solukon:

Die Solukon Maschinenbau GmbH ist ein Augsburger Unternehmen mit langjähriger Erfahrung in der Entwicklung von AM-Systemen und zugehörigen Peripheriegeräten. Solukon bietet nach eigenen Angaben ein komplettes Sortiment an Nachbearbeitungssystemen für die additive Fertigung von Metall- und von Kunststoffmaterialien. Alle Produkte erfüllen höchste Ansprüche an Funktionalität und Sicherheit und sind für die sichere Verarbeitung schwieriger Materialien wie Titan oder Aluminium zugelassen, so Solukon.  Zu den internationalen Kunden zählen Unternehmen aus der Automobil-, Luftfahrt- und Raumfahrtindustrie sowie Hersteller von Energiesystemen und mehrere führende Hersteller von 3D-Drucksystemen.
Solukon beliefert Firmen wie Daimler, Audi, Siemens, Lockheed Martin und Arianespace. Das Unternehmen hat Maschinen in Europa, USA und Asien installiert.

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