Foto: Lehvoss

Anwendung

Segelboot mit speziellen Strukturen gedruckt

Eine spezielle 3D-Drucktechnologie macht den Bootskörper eines Rennbootes für das Mini Transat Ocean Race 2019 extrem leicht und stabil.

Im Segelclub Circolo della Vela Sicilia (CVS), Italien, wurde der Schiffsrumpf des weltweit ersten 3D gedruckten Segelboots enthüllt und der Öffentlichkeit präsentiert. Das revolutionäre Boot ist eine Entwicklung und Produktion von OCore, einem innovativen italienischen Start-Up-Unternehmen, das sich auf neue Produktionsmethoden konzentriert.
Vor der Enthüllung und nach der Eröffnungsansprache des Segelclubpräsidenten Agostino Randazzo, gaben OCore und die Projektpartner einen detaillierten Überblick zum Konzept und zur Technologie des Bootes.

Die speziellen Strukturen sind mit keinem anderen Verfahren herstellbar

Der Bootskörper und weitere funktionale Teile des 6,5 m langen Rennbootes werden mittels 3D-Druck hergestellt. „OCore, unterstützt durch die Projektpartner, hat hierfür eine spezielle Technologie entwickelt“, sagte Daniele Cevola, der Geschäftsführer von OCore. „Dies beinhaltet einen Roboter, die Software und die Drucktechnologie, einschließlich des Druckkopfes. OCore hat erfolgreich ein Materialablagesystem entwickelt, das eigene Algorithmen verwendet. Diese reproduzieren komplexe organische und morphologische Strukturen. Damit wird eine besonders leichte und stabile Konstruktion ermöglicht, welche mit keinem anderen Verfahren erzielbar ist“.
Das Konzept involviert die Integration von digitalen Prozessen, um große Komponenten, und gleichzeitig vereinfachte Prozesse, mit reduzierten Produktionskosten und verbesserter Flexibilität möglich zu machen.
Das herausfordernde Projekt wird durch verschiedene Unternehmen unterstützt und gesponsert. Dazu gehören die Firmen Autodesk und die Lehvoss Group.

Maßgeschneidertes Hochleistungspolyamid verstärkt mit Kohlenstofffasern

So hat die Lehvoss Group für dieses Projekt ein maßgeschneidertes Material entwickelt: Luvocom 3F PAHT CF, ein Hochleistungs-Polyamid, verstärkt mit Kohlenstofffasern. Das Compound bietet, abgestimmt auf die Anforderungen, hohe Steifigkeit, Festigkeit und geringes Gewicht. Das Material ist optimiert für das 3D-Druckverfahren und ermöglicht hohe Z-Lagenfestigkeit. „Wir sind stolz, bei diesem spannenden Projekt als Projektpartner mit Material- und Prozesstechnologie unterstützen zu können“, sagte Thomas Collet, Director Marketing, Geschäftsbereich Customized Polymer Materials.
Das Boot wird nach seinem Stapellauf Ende Januar 2019 die ersten Testfahrten im Meer unternehmen.

Foto: Artec 3D

Anwendung

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Foto: Protolabs

Materialien

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Foto: Volkswagen AG

Unternehmen

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