Foto: Gefertec

Luftfahrt

Materialnutzungsgrad radikal verbessert

Aircraft Philipp rüstet Maschinenpark für additive Fertigung mit 3DMP weiter auf. Dadurch sinkt das Buy-to-Fly-Verhältnis von über 10 auf unter 2.

Der Luftfahrtzulieferer Aircraft Philipp Übersee GmbH & CO. KG mit Sitz in Deutschland und weiteren Standorten in Österreich, Israel und Indien erweitert sein Technologiespektrum im Bereich additiver Fertigung mittels 3DMP (3D Metal Print) weiter auf. Das Unternehmen hat hierzu seine Erstinvestition durch den Kauf einer arc 605 getätigt, dem Top-Model des Gefertec-Portfolios. Diese Maschine kann Werkstücke von bis zu zwei Tonnen Masse additiv herstellen und erfüllt daher die Vorgaben des Anwenders, künftig auch deutlich größere Bauteile mittels des neuen Industriestandards 3DMP kostengünstig zu produzieren.

Steigerung des Materialnutzungsgrades

„Die Entwicklung neuer Flugzeugmodelle erfordert hinsichtlich der Einhaltung von Klimazielen und der ressourcenoptimierten Herstellverfahren ein radikales Umdenken. Mit dem Einsatz dieses Verfahrens wird sich der Materialnutzungsgrad deutlich steigern und wir leisten somit einen großen Beitrag zur Steigerung unserer wirtschaftlichen und ökologischen Effizienz in der Zukunft“, freut sich Rolf Philipp, Gründer und Inhaber von Aircraft Philipp Übersee. Tobias Röhrich, CEO von Gefertec kommentiert: „Wir freuen uns, dass sich Aircraft Philipp Übersee das Ziel gesteckt hat, in Zukunft immer größere Strukturbauteile additiv fertigen zu wollen. Gerade hier liegt die besondere Stärke und Effizienz von 3DMP, das sich deshalb zum neuen Industriestandard entwickelt hat.“
Die Entscheidung für 3DMP ist umso bemerkenswerter, als sich das Unternehmen eine langjährige Führungsposition in zerspanenden Methoden der Fertigung für die Luft- und Raumfahrtindustrie erarbeitet hat. Aircraft Philipp beschäftigt sich seit über drei Jahren mit dieser Schweißtechnik und ist unter anderem Koordinator des Verbundprojektes „REGULUS“ im Rahmen des fünften Luftfahrtforschungsprogramms des Bundeswirtschaftsministeriums. Zudem kann die Firma auf einschlägige Erfahrungen in der additiven Fertigung im Pulverbettverfahren am Standort Salzburg zurückgreifen. Die Gefertec arc605 wird am bayrischen Standort Übersee installiert.

Anlagen

Maschine von Gefertec für die Luftfahrt

Endkonturnahe Rohlinge für Lohnfertigungsaufträge in der Luftfahrtindustrie mit dem 3DMP-Verfahren von Gefertec.

Unternehmen

Emag setzt auf den 3DMP-Pionier Gefertec

Die Emag Gruppe erwirbt eine Minderheitsbeteiligung an 3DMP-Erfinder Gefertec. Das versprechen sich die beiden Seiten von der Verbindung.

Anwendung

3DMP-Metalldruck-Kunst auf der art Karlsruhe

Erstmals wird eine überlebensgroße Skulptur auf der art Karlsruhe ausgestellt, die vollständig mit einem 3D-Metalldrucker entstanden ist.

Forschung

Gefertec mit 3D-Drucker für Forschung im Flugzeugbau

Der 3D-Drucker Arc403 von Gefertec kommt bei einem Verbundprojekt zum Einsatz. Ziele sind die Verringerung von Kosten und Qualitätseinbußen.