Foto: MARC SCHOLS MCM PRODUCTIONS

Materialien

Industrieller 3D-Druck mit Kohlefaserverstärkung

Mit dem neuen Kohlefaserfilament von DSM lassen sich trotz niedriger Kohlenstofffaserbeladung nahezu die Eigenschaften von Spritzgießteilen erreichen.

Das neue kohlenstofffaserverstärkte PA6 / 66 Filament Novamid ID1030 CF10 von DSM ist zwar nur mit einer relativ niedrigen Kohlenstofffaserbeladung von 10 % versehen – viel niedriger als bei anderen mit Kohlenstoff gefüllten Materialien; mit dem Filament für den industriellen 3D-Druck lassen sich aber nach Erfahrung von DSM bei den Verarbeitungseigenschaften von unverstärkten Kunststoffen schnell und einfach funktionelle Prototypen und Industrieteile mit Eigenschaften herstellen, die nahe an denen von Spritzgießteilen liegen.

Deutlich bessere Werkstoffeigenschaften

"Die FFF-Technologie wächst rasant, sowohl für Prototypen als auch für industrielle Anwendungen", sagt Hugo da Silva, Vice President der Division Additive Manufacturing bei DSM. "Mit Hochleistungswerkstoffen wie unserem neuen Kohlefaserfilament stehen den Herstellern von additiv gefertigten Teilen viele weitere Anwendungen offen – zum Beispiel funktionale Prototypen oder langlebige und strukturell belastbare Industrieteile für raue Umgebungsbedingungen."
Gefüllt mit nur 10% Kohlefaser erfüllt Novamid ID1030 CF10 3D nach Erfahrungen von DSM trotzdem die Anforderungen für die Herstellung von Strukturteilen, die deutlich stärker, steifer und zäher als unverstärkte Bauteile sind, eine höhere Zugfestigkeit und Dimensionsstabilität bieten und sich zudem verzugsfrei herstellen lassen.
Diese ausgezeichneten mechanischen Eigenschaften und die hochwertigen Oberflächen eröffnen Anwendungsbereiche, die robuste Bauteile verlangen oder bei denen erhöhte Temperaturbeständigkeit gefragt ist, zu, Beispiel unter der Motorhaube. Denkbare Anwendungen sind aber auch schützende und unterstützende Sportausrüstungen oder Prothesen.
Wie DSM erklärt, kann das Material auf Standard-FFF-Maschinen (Fused Filament Fabrication) mit einer gehärteten Düse gedruckt werden. Tests haben gezeigt, dass Anwender ihre Drucker mit den gleichen Geschwindigkeiten wie unverstärkte Kunststoffe betreiben können und dabei eine deutlich bessere Festigkeit und Zähigkeit erreichen. Novamid ID 1030 CF10 wurde dazu auf mehreren FFF-Plattformen getestet, unter anderem auf Geräten von German RepRap und dem neuen Ultimaker S5.

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