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Kunststoff

HP-Jet Fusion-Verfahren bei der NMB verfügbar

Das HP-Jet Fusion-Drucksystem ermöglicht Kostenersparnis bei schnelleren Fertigungszeiten im Vergleich zu etablierten pulverbasierten Verfahren.

Bei dem HP-Jet Fusion-Verfahren wird der Wärmeeintrag für das Verschweißen der Einzelschichten flächig über Infrarot-Strahlung und nicht, wie bei bestehenden Pulverdruckverfahren punktweise, durch einen Laser eingebracht. Das selektive Verschmelzen des Baumaterials wird durch lokales Aufbringen einer im Infrarot-Bereich absorbierenden Tinte realisiert. Dadurch wird der Absorptionsgrad nur lokal erhöht. Die Intensität der IR-Lampen ist so gewählt, dass es lokal zu einer Verschweißung kommt, an den anderen Stellen aber nicht genug Energie für ein Versintern eingetragen wird. Die Bauzeit ist damit nicht mehr von der Anzahl an Bauteilen pro Druckjob abhängig, sondern lediglich von der Gesamthöhe des Druckjobs. Dabei liegen die Aufbauraten je nach gewähltem Druckmodus in der Größenordnung 1 min/mm. 

Hohe mechanische Belastbarkeit der Bauteile

Verbunden mit dem Drucksystem ist eine „Processing Station“, in der das gesamte Pulvermanagement vom Auspacken des Druckjobs bis zur Neubefüllung der Baueinheit mit Kunststoffpulver erfolgt. Die Aufbereitung des Pulvers erfolgt automatisch mittels integrierter Filtersysteme. Die so gefertigten Bauteile weisen eine hohe mechanische Belastbarkeit auf und sind aufgrund der im Prozess aufgetragenen Tinte grau / schwarz. Das Verfahren eignet sich zur effizienten Fertigung von Kleinserien, z. B. von Automobilbauteilen, Brillengestellen oder anderen individualisierten Produkten. Neben der HP-Jet Fusion-Technologie stehen im Democenter für Additive Fertigung mit Kunststoffen der Neue Materialien Bayreuth GmbH auch zwei SLS-Anlagen und verschiedene Schmelzeextrusionsbasierte Verfahren zur Verfügung.