Foto: Messe Augsburg

Experience AM

Hotspot für additive Fertigung geht in die zweite Runde

Die praxisnahe Messe Experience Additive Manufacturing in der Augsburger Schwabenhalle weckt großes Interesse im Einzugsgebiet DACH.

Die praxisnah konzipierte Messe (24.-26.09.2019 in Augsburg) richtet sich an Interessierte aus den Anwenderbereichen Luft- und Raumfahrt, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Dentaltechnik, Mobility und Automotive sowie Werkzeug- und Formenbau. Im Vergleich zum Vorjahr sind  mehr als 20 neue Aussteller hinzugekommen. 

Großes Interesse am Einzugsgebiet DACH

Vor allem in Süddeutschland sowie in Österreich und in der Schweiz weckt die neue Fachmesse großes Interesse, da sich dort viele Möglichkeiten zu einer Zusammenarbeit auf regionaler Ebene ergeben. Dies zeigt sich ebenso an der Vielfalt der Messepartner: Neben Forschungseinrichtungen wie dem Fraunhofer IGCV oder dem iwb der TU München unterstützen auch Netzwerke und Fachverbände wie Bavairia, Bayern Innovativ, Carbon Composites, Swiss Engineering, Forum Medtech Pharma, Verband der Bahnindustrie in Deutschland oder das Cluster Mechatronik & Automation die EAM. Auch regionale Partner wie IHK Schwaben, hwk für Schwaben oder Regio Augsburg Wirtschaft stehen hinter der Veranstaltung.

Die Firmen setzen auf Spezialisierung

„Wir haben bei den großen und kunterbunt zusammengemischten Industriemessen der vergangenen Jahre festgestellt, dass sie immer weniger Aussteller und Besucher vorweisen konnten. Im Gegensatz dazu haben wir bei kleinen Fachmessen zu einem bestimmten Thema eine deutlich bessere Rücklaufquote erlebt“, erklärt Fabian Graber von  dem Schweizer Unternehmen BSF Bünter seinen Entschluss, in Augsburg auszustellen. „Mit der EAM 2019 wollen wir nun auch in Süddeutschland dieser Tendenz folgen und den Besuchern zeigen, dass wir den Nachbarn aus Deutschland und Österreich im Bereich der additiven Fertigung von Metall mit mechanischer Nachbearbeitung ebenfalls starke Partner sein können.“

Von der Idee bis zur Veredelung

Auf der Sonderschau AM Value Chain bieten über 20 Unternehmen den Besuchern die Gelegenheit, einen genauen Überblick über alle relevanten Schritte additiver Fertigungsprozesse entlang der Wertschöpfungskette zu erhalten. Neben Informationen zu den genutzten Materialien und Verfahren geben die Entwickler einen Einblick in prozessübergreifende Bereiche wie Mitarbeiterfortbildung und Intellectual Property. Von dem breiten Angebot an Lösungen profitieren Unternehmen wie die HPS GmbH aus München, Spezialist für Subsysteme in der industriellen Raumfahrt: „Für uns als mittelständisches Raumfahrtunternehmen ist die additive Fertigung ein neues und innovatives Fertigungsverfahren, mit dem wir leichtere Raumfahrt-Komponenten entwickeln können, die sonst nicht oder nur mit sehr großen Kosten herstellbar wären. Auf der EAM informieren wir uns über den neusten Stand der Technik und treffen uns mit Fertigungsdienstleistern“, erläutert Projektleiter Olaf Stolz.

Anwendungsorientiertes Programm

Das Messeprogramm ist darauf angelegt, sowohl Einsteigern als auch Anwendern die aktuellen Trends der additiven Fertigung praxisorientiert nahezubringen. Beim Anwenderdialog AM Table Talks stellen erfahrene Unternehmen wie Airbus Helicopters Deutschland, Faurecia Emissions Control Technologies, Hachtel Werkzeugbau oder Trumpf anhand von Anwendungsfällen vor, welche Vorteile und Herausforderungen sich durch additive Fertigungstechnologien in verschiedensten Branchen ergeben.

Am zweiten Messetag findet für Einsteiger ein Workshop der Firma Jell statt, in dem Branchenneulinge einen Überblick zu aktuellen Herausforderungen und Gewinnchancen additiver Fertigungsverfahren erhalten. Im Rahmen des Multi-Location-Konzepts der Messe können die Besucher während der Messetage zudem die Unternehmen AMLab, Eos und Hosokawa Alpine besichtigen. Zu allen drei Produktionsstätten wird ein Shuttle fahren.

Foto: Materialise GmbH

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