Foto: HEXR

3D Printing

Fahrradhelme neu denken mit EOS 3D-Druck

HEXR-App bietet mit der ‚Scan-to-Product‘ Lösung eine flexible, dezentralisierte, 3D-Druck basierte Produktion von individualisierbaren Fahrradhelmen.

EOS unterstützt das Londoner Unternehmen HEXR seit 2015 mit seiner Technologie und fachkundiger Beratung. Mit der Einführung der HEXR App bietet das Unternehmen nun eine komplette ‚Scan-to-Product‘ Lösung für qualitativ hochwertige und sichere 3D-gedruckte Fahrradhelme an. Mit einem App-basierten Kopfscan können Kunden auf der ganzen Welt bereits zu Hause mit der Erstellung eines maßgeschneiderten Fahrradhelms beginnen. Im nächsten Schritt werden die Helme auf der EOS-Technologie mit einem ausschließlich von Arkema hergestellten, 100 % pflanzlichen Polyamid-Material 3D-gedruckt und anschließend schwarz eingefärbt. Dann erfolgt die Endkontrolle der strukturellen Integrität und der Oberflächenqualität. Im abschließenden Schritt werden alle Teile des Helms - 3D-gedruckte Innenstruktur, Außenschale, Kinnriemen usw. – zusammengebaut. Das Ergebnis: ein perfekt auf den Kopf des Radfahrers zugeschnittener Fahrradhelm mit einer optionalen individuellen Note (z.B. persönliche Gravur und Schalenfarbe). 

Aktive und flexiblere Lieferkette

Markus Glasser, Senior Vice President Emea bei EOS, betont: "Wir freuen uns, HEXR neben der Beratung mit unserer Produktionstechnologie für den industriellen 3D-Druck zu unterstützen. Beides ist bestens geeignet für das Geschäftsmodell und das Produkt von HEXR. Zusammen mit einem schnell wachsenden Netzwerk von etablierten Partnern wie Siemens und Arkema ermöglichen wir eine digitalisierte und verteilte Fertigung. Die qualitativ hochwertigen Teile werden dort gedruckt, wo sie benötigt werden - on-demand und auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse zugeschnitten.“ Er fährt fort: "HEXR ist ein gutes Beispiel für eine aktive flexiblere Lieferkette und Produktionstechnologie. Wir sehen viele ähnliche Business Cases auch in anderen Branchen.“ Jamie Cook, CEO bei HEXR, ergänzt: "Mit der Passgenauigkeit, die diesem hochmodernen Herstellungsverfahren zu eigen ist, und den überlegenen Ergebnissen unabhängiger Sicherheitstests (im Vergleich zu herkömmlichen Schaumstoffhelmen) erreichen wir eine wesentliche Verbesserung der Helmtechnologie - ermöglicht durch den 3D-Druck". Und Henry Neilson, CTO bei HEXR, fügt hinzu: "Auf der Grundlage dieser Technologie haben wir eine risikoarme und sehr effiziente ‚Scan-to-Product‘ Lösung aufgebaut, die jegliche Vorfinanzierung von Produkten, Mindestproduktionsmengen oder Überproduktion vermeidet. So können wir uns voll und ganz auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren und gleichzeitig auf etablierte Produktionsprozesse zurückgreifen.“ 

Nachhaltiger Rohstoff

Sowohl Arkema als auch Siemens bringen ihr Know-how in diese integrierte ‚Scan-to-Product‘ Lösung ein. "Arkema ist ein weltweit führender Hersteller von Hochleistungspolymeren aus Polyamid 11, die vollständig aus erneuerbarem Rizinusöl gewonnen werden", sagte Adrien Lapeyre, Global 3D Printing Market Manager für die Hochleistungspolymere von Arkema. "Dieses einzigartige, fortschrittliche Material bietet nicht nur überlegene Schlagfestigkeit und Leichtbaueigenschaften. Es wird zudem aus einem äußerst nachhaltigen Rohstoff gewonnen, der nicht mit Nahrungsmitteln konkurriert und keine Abholzung verursacht. Die Bohnen brauchen weniger als ein Jahr, um zu wachsen, im Gegensatz zu vielleicht einer Million Jahre, die für traditionelle fossile Rohstoffe benötigt werden. Kern unserer Strategie der gemeinsamen Entwicklung ist es, die nächste Generation von Unternehmern bei der Nutzung dieser Technologie so zu unterstützen, dass daraus verantwortungsvoll hergestellte, hochmoderne Innovationen entstehen.“ "Wir freuen uns, dass wir HEXR und EOS mit unserem Digital Enterprise Portfolio unterstützen können", erklärt Dr. Karsten Heuser, Vice President Additive Manufacturing bei Siemens Digital Industries. "Mit Hilfe unserer durchgängigen Lösungen haben wir einen digitalen Zwilling einer industrialisierten AM-Fabrik geschaffen und dazu beigetragen, das Design zu optimieren und die Produktionsprozesse noch vor Produktionsbeginn zu straffen. Durch die Kombination von Simulationen, Design-Optimierung und Produktionsszenarien mit einem hohen Automatisierungsgrad konnten wir die Kosten pro Teil vorhersagen und deutlich senken, so dass HEXR seine Anwendung bis zur kundenindividuellen Massenfertigung hochskalieren konnte." Weitere Informationen über die individualisierte Massenfertigung auf Basis der industrialisierten, additiven Fertigung gibt es auch auf dem Digital Enterprise Virtual Summit von Siemens am 16. Juli 2020.