Foto: Messe Augsburg ASMV GmbH

Experience AM

EAM in Augsburg: „Wir möchten wiederkommen.“

Aussteller, wie Markus Brandl von der Encee CAD/CAMSysteme GmbH, ziehen ein positives Fazit und heben die hohe Qualität der Messe und ihrer Fachbesucher hervor.

Zum zweiten Mal wurden in Augsburg auf der Fachmesse Experience Additive Manufacturing (kurz EAM) innovative Entwicklungen und marktreife Trends in der additiven Fertigung sowie dem industriellen 3D Druck präsentiert. Knapp 70 Aussteller gaben den über 1500 Fachbesuchern vom 24. bis 26.09.2019 einen intensiven Überblick über die Schlüsseltechnologie AM – in Form von neuen Produkten, verschiedenen Lösungsansätzen und vor allem Impulsen für den lohnenden Einsatz von AM in der Produktion. Markus Brandl von der Encee CAD/CAM Systeme GmbH zeigt sich erfreut: “Wir hatten viele Besucher und sehr qualifizierte Kontakte an allen Tagen. Die Qualität ist hervorragend. Wir möchten wiederkommen.“ Die Premiere dieser Spezialmesse mit Erlebnischarakter fand 2018 statt. Die Anwendungsbereiche im Fokus der EAM sind Maschinen- und Anlagenbau, Luft- und Raumfahrt, Medizin- und Dentaltechnik, Mobility & Automotive sowie Werkzeug- und Formenbau.

Vom Startup bis zum Global Player

Zu sehen waren die jüngsten Ergebnisse der Forschung, aktuelle Anwendungen und Zukunftsthemen der industriellen Fertigung. Knapp 70 Aussteller waren in diesem Jahr dabei, unter ihnen innovative Startups, namhafte mittelständische Unternehmen und Marktführer wie algona, Aircraft Philipp, Bach RC, BSF Bünter, Hage3D, Hirtenberger Engineered Surfaces, M&H 3D-Metalldruck CNC Technik, Siemens PLM Software, Solidtec, toolcraft und Trumpf, um einige zu nennen. Gemacht ist die EAM für aktuelle und zukünftige Marktteilnehmer aus der D-A-CH-Region. Interessierte Unternehmen sollen dabei unterstützt werden, die beinahe unbegrenzten Möglichkeiten von AM kennenzulernen. Gezeigt werden auf der Fachmesse die Einstiegsmöglichkeiten in die industrielle additive Fertigung, aber auch vielfältige Wege, um geeignete Verfahren in bereits bestehende Prozessketten einzugliedern. 

Treffpunkt Süddeutschland für additive Fertigung

Die EAM findet im Herzen Süddeutschlands und somit in einer boomenden Wirtschafts- und Produktionsregion statt. Die Region Augsburg gilt wegen der Dichte ansässiger Nutzer und Hersteller als Hotspot für 3D Druck-Verfahren. Sven Friedrich von Keyence Deutschland GmbH schätzt „den Charakter dieser Messe, weil wir hier deutlich intensivere Gespräche mit Fachbesuchern führen, die über Spezialwissen verfügen. Der Standort der EAM in Bayern ist wichtig für uns. Wir rechnen fest mit Nachmessegeschäft.“ In Bayerisch-Schwaben sind rund 2.000 Unternehmen allein dem Maschinenbau zuzuordnen, darüber hinaus hat sich ein einzigartiges Netzwerk aus großen Automobilunternehmen etabliert. Die süddeutsche Wirtschaft bildet die komplette AM-Wertschöpfungskette ab und umfasst außergewöhnlich viele Anwender und Noch-Nicht-Anwender von AM-Technologien. Fabian Holtz von Multec: „Wir erlebten hier ein sehr starkes Interesse an unseren Maschinen. Viele Besucher stellten tiefgehende Fragen und zeigten eine reelle Kaufbereitschaft. Für uns ist die Messe gut gelaufen.

"Reproduzierbarkeit und neue Technologien"

Das renommierte „23. Augsburger Seminar für Additive Fertigung“ der beiden Veranstaltungspartner Fraunhofer IGCV und iwb der TU München ergänzte die EAM wie gewohnt parallel mit dem Themenschwerpunkt "Perspektiven der Additiven Fertigung: Reproduzierbarkeit und neue Technologien". Das Seminar am Standort Augsburg gilt seit vielen Jahren als fester Termin bei Experten, um sich über die aktuellsten Trends der Forschung und Industrie auszutauschen.

AM in der Praxis erleben

Ihren praxisbezogenen, unverwechselbaren Charakter unterstrich die EAM mit der Sonderschau AM Value Chain. Zu sehen waren fünf Hauptbereiche der Wertschöpfungskette der additiven Fertigung: Einstiegphase, Pre-Process, In-Process, Post-Process sowie der prozessübergreifende Bereich. Thematisch in Szene gesetzt wurden die Bereiche mittels interaktiven Stationen, Druckern und Druckmustern, Demonstrationen und Filmmaterial. Zur weiteren Veranschaulichung der Praxis fanden für die Besucher geführte Rundgänge statt. Die Realisierung des Themenpfads erfolgte in intensiver Kooperation mit der MBFZ toolcraft.

Dialog unter Anwendern

Zum Konzept des Veranstalters gehörte auch in diesem Jahr der Anwenderdialog AM Table Talks – erfolgreiche Unternehmen teilen dabei ihre Erfahrungen aus der Anwendersicht mit EAM-Besuchern. Frische, kurze Use Cases und die unkomplizierte Teilnahme erlauben den schnellen Wissenstransfer vom Anwender zum Zuhörer. Als Referenten waren u.a. Airbus Helicopters, DMG Mori, Faurecia Clean Mobility, Hachtel Werkzeugbau, HK Kunststofftechnik und Premium Aerotec dabei. 

Zu den weiteren Highlights der EAM zählte der Science Shuttle für Wissbegierige. Er brachte die Teilnehmer zur Besichtigung des größten, süddeutschen Forschungslabors AMLab des Fraunhofer IGCV. Wer Best Practice live erleben wollte, buchte die Industry Shuttles zu EOS in Krailling oder Hosokawa Alpine im Süden Augsburgs. 

Kurz vor Veranstaltungsende meldete das Team der EAM bereits erste Anmeldungen für das kommende Jahr. Die nächste EAM findet vom 22. – 24. September 2020 statt.
 

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