Foto: 3d Hubs

3D Printing

Digitale Fertigungsplattform jetzt in Deutschland

3D Hubs eröffnet einen neuen Standort in Berlin und bringt damit seine digitale Fertigungsplattform nach Deutschland.

3D Hubs hat die Markteinführung in Deutschland bekannt gegeben und eröffnet einen neuen Standort in Berlin. Die Fokussierung auf das DACH Gebiet ist der nächste Schritt der europäischen Expansion des Unternehmens. Schlüsselmärkte mit eigenen Niederlassungen sind neben dem DACH Gebiet (Berlin) noch Frankreich (Paris), die USA (Chicago) und BeNeLux (Amsterdam, Headquarter). 3D Hubs arbeitet laut eigenen Angaben bereits mit mehr als 35.000 Unternehmen weltweit an der Herstellung ihrer Teile, darunter 27% der Fortune 500.

Verliert Deutschland den Anschluß?

Deutschland könne laut 3D Hubs nicht mit dem Aufkommen des Internet of Things (IoT) und dem globalen Trend der Digitalisierung im Maschinenbau Schritt halten. Traditionelle Fertigungsmethoden stehen heute stets mehr unter Druck und die Bedenken in Bezug auf Preisgestaltung, Effizienz und Skalierbarkeit wachsen. Industrie 4.0 und IoT bringen ganzheitlich andere Anforderungen und Möglichkeiten mit sich her bezüglich Geschwindigkeit, Materialien und Flexibilität. Derzeit sei nur ein kleiner Prozentsatz der deutschen produzierenden Unternehmen in puncto Fertigung durchgehend digital vernetzt. Ein hohes Investment, aber auch der fehlende Ideenreichtum und Mut, um neue Ertragsmodelle zu kreieren, seien nach wie vor die größten Herausforderungen für deutsche Unternehmen. Langfristig gesehen, könne Deutschland bei neuen Technologien somit leicht den internationalen Anschluss verlieren, was die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Fertigungsindustrie gefährden könnte. 

Vorteile der digitalen Fertigungstechnologie

Durch die Expansion in den DACH Markt unterstützt 3D Hubs lokale produzierende Unternehmen jeder Art und Größe, in dem es die Vorteile digitaler Fertigungstechnologien für sie zugänglich macht.  Dies inkludiert eine sofortige Online-Angebotserstellung, deutlich verkürzte Durchlaufzeiten und eine praktisch unbegrenzte Fertigungskapazität - ohne kostspielige Investitionen in lokale Infrastruktur. Die Zukunft der Fertigung liege im “Distributed Manufacturing”, welches Ingenieuren ermöglicht, Produkte mithilfe neuester Technologien und einem globalen Netzwerk an Fertigungspartnern schneller und effizienter zu entwickeln. Unternehmen wie Audi, ABB, die NASA oder German Orbital nutzen laut Unternehmen bereits den Fertigungsprozess von 3D Hubs für Prototypen und ganze Serien. 

Plattform für lokale Unternehmen

“Der Eintritt in den deutschen Markt stärkt unsere Position als führende Kraft der digitalen Fertigung in Europa weiter. Mit einem erfahrenen DACH-Team vor Ort, freuen wir uns, lokalen Unternehmen eine Plattform zu bieten, die ihnen hilft, mit den größten Akteuren der Branche zu konkurrieren",  erläutert Bram de Zwart, Gründer und Geschäftsführer von 3D Hubs. Das offizielle 3D Hubs-DACH-Launch-Event fand im Motion-Lab Berlin mit mehr als 100 Gästen aus der Deutschen, Österreichischen und Schweizer Fertigungsindustrie statt. Mit einem breit aufgestellten, ambitionierten deutschen Team, geleitet von Vertriebsleiter DACH Manfred Ostermeier und Marketingmanager DACH Thomas Mann, plant das Unternehmen bis Ende 2020 mindestens 1,5 Millionen Teile für deutsche Unternehmen zu produzieren.