Foto: Christian Scheitler/LPT

3D Printing

Die nächste Generation der industriellen 3D-Drucker

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg erhält 2,25 Millionen Euro für die Forschung an verbesserten industriellen 3D-Druck-Prozessen.

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) fokussiert am Lehrstuhl für Photonische Technologien (LPT) die Forschung an Laser-basierten 3D-Druckprozesse zur Verarbeitung metallischer Pulverwerkstoffe. Mit dem sogenannten 3D-Druck-Prozess „Direct Energy Deposition“ (DED) lassen sich kostenintensive Funktionsbauteile wie Turbinenschaufeln, Werkzeuge oder Kraftwerkskomponenten in Schichtbauweise additiv herstellen beziehungsweise reparieren. Um das technologische Potenzial dieses Fertigungsverfahren zu erweitern, erhält der Lehrstuhl von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen der Großgeräteinitiative 2,25 Millionen Euro.

Deutschlandweites DED-Konzept

Ziel ist es, ein deutschlandweit einzigartiges DED-Konzept zu realisieren, das den bisherigen Stand der Technik für Hochdurchsatzuntersuchungen zur Erforschung und Entwicklung neuartiger Metalllegierungen deutlich übertrifft.

Prozessinhärente Größen gezielt beeinflussen

Mit dem geplanten Konzept werden die Forscherinnen und Forscher des Lehrstuhls für Photonische Technologien (LPT) in Kooperation mit den Lehrstühlen für Werkstoffwissenschaften, für Fertigungstechnologie und für Fertigungsmesstechnik ihre wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet des DED weiter ausbauen. Bereits heute existiert am LPT ein grundlegendes physikalisches und technisches Prozessverständnis von der Herstellung schwer zu schweißender Werkstoffe und Verbundwerkstoffe bis hin zur Erzeugung komplexer Metalllegierungen. Aktuell kommen kommerziell verfügbare Anlagen aber an ihre Grenzen. Das neue DED-Konzept wird detailliertere Untersuchungen ermöglichen, um prozessinhärente Größen wie zum Beispiel Abkühlraten oder die Prozessdynamik gezielt zu beeinflussen. Darauf aufbauend sollen mikrostrukturelle und mechanische Bauteileigenschaften generierter Bauteile bei gleichzeitiger Verbesserung der Prozessstabilität und Steigerung der Effizienz maßgeschneidert eingestellt werden können.


 

Forschung

50 % Zeit- und Kostenersparnis ist das Ziel von IDEA

Mithilfe des Projekts IDEA des WZL der RWTH Aachen sollen Dauer und Kosten bei der additiven Fertigung komplexer Metallteile um 50 Prozent sinken.

Materialien

3D-Druck mit Endlosfasern

Forscher der TU Kaiserslautern zeigen auf der Hannover Messe gedruckte Leichtbauteile mit Endlos-Faserverstärkung, die sehr leicht und doch stabil sind.

Prozessüberwachung

3D-Druck in Echtzeit überwachen

Ein System zur Erkennung von Unregelmäßigkeiten des Druckprozesses, schon während der Fertigung, entwickelt derzeit das Fraunhofer Institut IKTS.

Anwendung

Hochschule Aschaffenburg hilft Unternehmen beim 3D-Druck

Interessierte Unternehmen finden maßgeschneiderte Lösungen für konkrete Fragestellungen und können eine umfangreiche Bandbreite des 3D-Drucks kennenlernen.

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