Foto: BAM

Materialien

Beton-Bauteile aus dem 3D-Drucker

Auf der Hannover Messe zeigt die BAM ihre Forschung zu additiven Fertigungsverfahren für komplexe Bauteile aus Beton.

Die traditionelle Herstellung von Beton-Bauteilen ist aufwendig und die Gestaltungsmöglichkeiten durch die Verschalung begrenzt. Müssen funktionale Infrastrukturelemente aufgrund von Schäden ausgetauscht werden, ist eine Reparatur oft mit hohen Kosten verbunden. Mit den Verfahren der Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) könnten zukünftig maßgeschneiderte Bauteile für Abwassersysteme schnell und kostengünstig produziert werden.
Die additive Fertigung eröffnet hier neue Möglichkeiten, Spezialanfertigungen oder auch Kleinserien von Beton-Bauteilen effizient herzustellen. Hier setzt die Forschungsarbeit der BAM an. Zusammen mit der Technischen Universität (TU) Clausthal forscht die BAM an der laser-basierten additiven Fertigung von Alkali-aktiviertem Beton. Dieser habe nicht nur eine höhere chemische Resistenz, sondern könnte in Kombination mit der 3D-Drucktechnologie einzigartige Möglichkeiten für Industrieanwendungen ermöglichen.
„Die additive Fertigung wird bereits mit großem Erfolg für Kunststoffe und Metalle eingesetzt“, erklärt Prof. Dr. Jens Günster, Projektleiter und Leiter des Fachbereiches Keramische Prozesstechnik und Biowerkstoffe an der BAM. „Wir wollen den Fertigungsprozess weiter entwickeln, so dass er auch im Baustoffbereich sicher angewendet werden kann.“
Die BAM engagiert sich im Bereich der additiven Fertigung auch in dem EU-Projekt AMITIE (Additive Manufacturing Initiative for Transnational Innovation in Europe). Im Rahmen von AMITIE, arbeiten BAM-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit dem italienischen Start-up Desamanera zusammen. Gemeinsam wollen sie den 3D-Druck für sehr große, komplexe Bauteile aus Beton und Mörtel optimieren.
Weitere Informationen zu diesem und weiteren BAM-Exponaten auf der Hannover Messe finden Sie hier.

 

Foto: EOS

News

30 Jahre EOS

EOS prägt als Technologietreiber die Additive Fertigung nachhaltig - und das seit mittlerweile 30 Jahren.

Foto: Evo-Tech

Materialien

Geometrie bestimmt Elastizität

Die Verarbeitung von TPE mit einem 3D-Drucker eröffnet völlig neue Möglichkeiten für elastische Bauteile – Evo-Tech zeigt, wie es geht.

Foto: 2018 Max Fuchs / MD media

Anwendung

Mit 3D-Druck zu Olympia

Wenn Elisabeth Brandau 2020 in Tokio an den Start geht, dann fahren auch gedruckte Komponenten von Renishaw mit.

Foto: FIT AG

Nachbearbeitung

Höhere Bauteildichte mit HIP-Technologie

Die FIT AG erfüllt mit dem Einsatz der HIP-Technologie höchste Qualitätsansprüche bei Hochleistungswerkstoffen.