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Kunststoff

Auf dem Weg zu großen Serien

Mit neuen Kunden, Partnern und Anwendungen bei führenden Autoherstellern wie BMW und VW, bewegt sich HP beim 3D-Druck weiter in Richtung großer Stückzahlen.

Die weltweite Expansion beim 3D-Druck für die Herstellung größerer Stückzahlen schreitet weiter voran: So konnte HP in den vergangenen Monaten sowohl im asiatisch-pazifischen wie auch im amerikanischen Raum eine Reihe neuer Kunden gewinnen. In einem der größten Projekte wird RecTech 3D, ein in China ansässiger industrieller Lohnfertiger, zunächst zehn HP Jet Fusion 4210 3D-Systeme bis Anfang 2019 installieren und plant laut Unternehmensangaben, diese bis Ende 2019 auf 30 HP 3D-Drucksystem auszubauen.

Namhafte Kunden aus dem Automobil-Sektor

Zu den HP-Kunden zählt auch die BMW Group, die HP Jet Fusion 4200 Lösungen einsetzt, um die Fensterführungsschiene für den BMW i8 Roadster zu produzieren. Dr. Dominik Rietzel, Head of Non-Metal Additive Manufacturing der BMW Group: „Unsere Automobilstandards kombiniert mit der Multi Jet Fusion-Technologie von HP erlauben unserem Fertigungsteam, langlebige, zuverlässige Endteile wie die Fensterführungsschiene für unseren BMW i8 Roadster herzustellen. Wir sind stolz darauf, dass wir in den letzten zehn Jahren mehr als eine Millionen Bauteile per 3D-Druck produziert haben – eine der Fensterführungsschienen ist das millionste gedruckte Teil. Komplexe Bauteile, die zuverlässige Funktionalität und geringen Platzbedarf erfordern, sind ein perfektes Beispiel für die Leistungsfähigkeit der additiven Fertigung. Gemeinsam mit Partnern wie HP sind wir begeistert von den Möglichkeiten, die sich uns in Zukunft bieten."
Der Volkswagen Konzern nutzt ebenfalls die Vorteile der 3D-Drucktechnologie von HP, und zwar sowohl für Metall- als auch für Kunststoffanwendungen. Wie HP versichert, werden bis Ende des Jahres alle Werkzeuge für die Herstellung des neuen T-Cross SUVs mit HP Multi Jet Fusion gedruckt werden.

Neues Material mit verbesserten Eigenschaften

Neues gibt es von HP auch auf der Materialseite: Das neue wiederverwendbare HP 3D PA-11-Material erlaubt es den Kunden laut HP, stabile, formbare und funktionelle Teile mit erhöhter Bruchdehnung und Schlagresistenz herzustellen. Einige Kunden, die bereits PA-11-Teile mit den HP Multi Jet Fusion Maschinen produzieren, sind Bowman International, OT4, Freshfiber und New Rock. Bowman International produziert Rolltrain-Käfige, die jetzt über eine um 70% höhere Tragfähigkeit verfügen sollen. Die HP Jet Fusion Technologie ermöglicht OT4 die Herstellung eines Schlafhelms, dynamischen Knöchelschuheinlagen und einer Fingerorthese mit optimierter Belüftung und Leichtbauweise, ohne die Materialstärke und Flexibilität zu beeinträchtigen. Schuhe und Konsumgüter sind zwei weitere Segmente, die die Vorteile der neuen Multi Jet Fusion-Materialien nutzen. Dazu gehören maßgeschneiderte Schuhabsätze von New Rock und personalisierte Handytaschen von Freshfiber. Geräteseitig ergänzt die kürzlich angekündigte HP Jet Fusion 300 / 500 Serie als kostengünstigere 3D-Druck-Variante die bestehenden industriellen Geräte. Wie HP betont, sind die Kunden damit in der Lage, vom Prototyping bis zur Serienproduktion mit derselben Multi Jet Fusion Technologieplattform zu arbeiten.
Zu den ersten Kunden gehören A-Dec, einer der größten Dentalgerätehersteller der Welt. Das Unternehmen verwendet die HP Jet Fusion 300 / 500 Serie für den Prototypenbau und experimentiert nun mit der Herstellung von Serviceteilen für ausgewählte Kunden mit extrem geringem Stückzahlen.

Foto: Artec 3D

Anwendung

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Materialien

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Foto: Volkswagen AG

Unternehmen

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Foto: Materialise

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