Foto: flying Parts, Florian Alt

Anwendung

3DMP-Metalldruck-Kunst auf der art Karlsruhe

Erstmals wird eine überlebensgroße Skulptur auf der art Karlsruhe ausgestellt, die vollständig mit einem 3D-Metalldrucker entstanden ist.

Kunst und 3D-Druck bilden eine vergleichsweise junge Partnerschaft. An überlebensgroßer Kunst hat sich allerdings bisher kaum jemand versucht. Der virtuelle Bildhauer Moto Waganari modelliert Skulpturen am Computer, die er bisher über einen 3D-Drucker Schicht für Schicht aus Kunststoff aufbauen ließ. Seine filigranen Gitternetzstrukturen waren maximal 90 cm hoch. Auf der Kunstmesse art Karlsruhe präsentiert Galerist Jörg Heitsch jetzt erstmals eine überlebensgroße Figur Waganaris, die vollständig über einen industriellen 3DMP-Metalldrucker gefertigt wurde.

Erfolgreiches Gemeinschaftsprojekt

Das komplexe Kunstwerk ist das Ergebnis eines Gemeinschaftsprojekts dreier innovativer High-Tech-Unternehmen der Berlin.Industrial.Group. (B.I.G.). Unter Federführung der Unit 3DMP Living produzierte Auftragsfertiger flying-parts die Skulptur. Gedruckt wurde auf Maschinen der Gefertec.

 Aus 30 Einzelteilen zusammengesetzt

Der Ausdruck der überlebensgroßen Plastik erfolgte dabei nicht wie üblich in Bahnen als kompaktes Bauteil. Mit einer eigens entwickelten Software gelang es flying-parts, Punkt für Punkt zarte Metallverstrebungen zu erstellen, die zu geschwungenen Gliedmaßen anwuchsen. 30 einzelne Teile wurden zum Schluss zu der fertigen Plastik zusammengesetzt. Möglich machten das die 3DMP-Metalldrucker von Gefertec. Anders als bei bisherigen Verfahren setzen diese als Ausgangsmaterial Draht statt Metallpulver ein. Das bedeutet laut eigenen Angaben ein deutliches einfacheres Handling zu niedrigeren Kosten.
„Dies war sicherlich unsere bisher größte Herausforderung“, sagt Christian Nickoleit, Mitarbeiter des Produktionsteams flying-parts. „Umso spannender war es für uns, wieder einmal zu beweisen, welche Potenziale im 3D-Metalldruck stecken.“
„Seit über 10 Jahren träume ich schon davon, eine große Skulptur in Metall zu drucken“, erklärt Moto Waganari. „Als DMP Living mir schrieb und eine Zusammenarbeit anbot, habe ich mich sofort euphorisch in die Arbeit gestürzt. Und ich bin immer noch begeistert über das neue Werkzeug, das sich mir hier bietet.“

Über die Partner:

3DMP Living ist eine Unit der Berlin.Industrial.Group. Ihre Aufgabe ist es, das in der Gruppe vorhandene Know-how beim 3D-Metalldruck und dessen Potentiale auch für kreative Branchen wie Design, Architektur und Kunst bekannt und nutzbar zu machen.

flying-parts ebnet Unternehmen den Weg zu einer revolutionären 3D-Druck-Technologie für die Herstellung von Metallbauteilen - vom Einzelteil bis hin zu Kleinserien. Einzigartige Produktionsprozesse sollen höchste Bauteilqualität mit der Designfreiheit des 3D-Drucks kombinieren.

Gefertec  hat mit 3DMP ein neues Verfahren für die Herstellung von metallischen Bauteilen entwickelt, das nach eigenen Angaben  bislang unerreichte Möglichkeiten bietet. Als einziges Unternehmen weltweit bietet Gefertec dieses Verfahren in Form von modernen Produktionsmaschinen an.

Moto Waganari entwirft transparente Gitternetz-Skulpturen, die sich als schwerelose Körperhüllen vor dem Auge des Betrachters abzeichnen. Inszeniert als Lichtinstallationen werden die dreidimensionalen Figuren um ein zweidimensionales Schattenbild erweitert und erhalten ein immaterielles Alter Ego.

Die mittelständische Berlin.Industrial.Group (B.I.G.) vereint Industrie-Unternehmen, die in ihren Nischen die Marktführerschaft anstreben beziehungsweise bereits erreicht haben. An den Standorten Berlin und Göttingen stellen die rund 320 Mitarbeiter Diodenlaser, Laserbearbeitungsoptiken, Qualitätssicherungssysteme, optische Messgeräte, Turbinendichtungen und 3D-Metalldruck-Maschinen her. 2017 betrug der konsolidierte Jahresumsatz 46,5 Mio. Euro. 16 Prozent des Umsatzes werden für Forschung- und Entwicklungsprojekte investiert.

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