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Veranstaltung

3D-Druck auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft

Covestro zeigt auf der virtuellen Formnext Connect neue Produkte aus rezyklierten Kunststoffen und alternativen Rohstoffen für die Kreislaufwirtschaft.

Covestro präsentiert auf der virtuellen Fachmesse Formnext Connect 2020 Produkte aus alternativen Rohstoffen, zum Beispiel rezyklierten Kunststoffen und CO2-basierten Produkten der Marke Cardyon, die ihren Beitrag zur Umstellung des 3D-Drucks auf die Kreislaufwirtschaft leisten werden. Zu den bekannten ökologischen Vorteilen der additiven Fertigung – dezentrale Produktion, bedarfsgerechte Herstellung und geringe Abfallmengen – kommt damit ein weiterer Nachhaltigkeitsaspekt hinzu. Darüber hinaus bietet Covestro auf der Formnext Connect Ausblick auf ein vielseitiges Portfolio von Materialien der Marke Addigy für die gängigen 3D-Druckverfahren. Die Entwicklungen werden am 10. November ab 11:00 Uhr im Rahmen einer interaktiven Expertensitzung im virtuellen Covestro-Studio vorgestellt. „Eine überlegene Herstellungstechnik reicht heute nicht mehr aus, um wirklich nachhaltige Produkte herzustellen“, sagt Patrick Rosso, globaler Leiter des Bereichs Additive Fertigung bei Covestro. „Wir wollen die Zirkularität unserer Produkte erhöhen und dabei ihre guten Eigenschaften erhalten. Deshalb entwickeln wir derzeit neue, nachhaltigere Produkte, die sich bereits in der Testphase befinden.“

Nachhaltige Portfolioerweiterung

Dazu gehören zum Beispiel Filamente aus rezyklierten Kunststoffen. Ein Teil der Rohstoffe für die rezyklierten Kunststoffe fällt in Form post-industrieller Abfälle in Produktionsstätten von Covestro an und kann nach Umarbeitung als Filament für den 3D-Druck verwendet werden. Eins der entwickelten Filamente aus rezykliertem Kunststoff ist ein Polycarbonat-Blend und eignet sich – genau wie andere Polycarbonat-basierte Filamente – für Anwendungen, die zum Beispiel eine hohe Temperaturbeständigkeit voraussetzen. Ebenfalls vielversprechend als Bausteine für nachhaltige 3D-Druck Produkte sind Polyole der Marke Cardyon, in denen CO2 einen Teil der bisher verwendeten petrochemischen Rohstoffe ersetzt. Daraus lassen sich zum Beispiel thermoplastische Polyurethane (TPU) herstellen, die als Pulver oder Filamente in der additiven Fertigung eingesetzt werden können.

Biobasierte Produkte für den 3D-Druck 

Außerdem entwickelt Covestro zurzeit teilweise biobasierte Produkte für den 3D-Druck, in denen der Kohlenstoffgehalt zu fast 50 % aus Biomasse stammt. Aus einem solchen Material wurde bereits eine Schuh-Innensohle mit selektivem Lasersintern (SLS) gedruckt. TPUs tragen allgemein zur vermehrten Nachhaltigkeit in pulver-basierten 3D-Druckverfahren bei, da bis zu 100 % des nicht versinterten Pulvers – aufgrund der niedrigen Bauraumtemperaturen – wiederverwendet werden können. Marketing-Managerin Katinka Honervogt begrüßt die Portfolioerweiterung: „Mit den neuen Produkten sind wir gut aufgestellt, um den künftig steigenden Bedarf an nachhaltigeren Materialien für verschiedene Anwendungen, Branchen und Druckverfahren zu bedienen. Zugleich unterstreicht die Erweiterung Covestros vollständige Ausrichtung auf die Kreislaufwirtschaft.“

Kreislaufwirtschaft als globales Leitprinzip

Mit einem strategischen Programm will Covestro in vollem Umfang Prinzipien der Kreislaufwirtschaft unterstützen. So will das Unternehmen den Wandel zur Zirkularität vor allem in der Chemie- und Kunststoffindustrie beschleunigen und zum Ziel einer treibhausgasneutralen Wirtschaft beitragen. Schwerpunkte sind der Einsatz alternativer Rohstoffe, die Entwicklung innovativer und effizienter Recycling-Technologien, eine branchenübergreifende Zusammenarbeit mit Partnern und die Nutzung erneuerbarer Energien. Schon seit Jahren entwickelt Covestro Rohstoffe aus Biomasse, CO2 und Abfällen. Die additive Fertigung von Kunststoffteilen erfolgt nachhaltig und effizient mittels Computersteuerung. Dabei fällt deutlich weniger Abfall an als bei herkömmlichen Produktionsverfahren, vor allem bei der Abbildung komplexerer Strukturen. Dank kleiner 3D-Drucker – im Vergleich zu herkömmlichen Produktionsanlagen – können Teile überall auf der Welt direkt vor Ort hergestellt werden, was Transportkosten einspart. Durch die bedarfsgerechte Produktion werden Abfälle und Lagerbestände reduziert. Zusammen mit der Entwicklung neuer Materialien auf Basis alternativer Rohstoffe bietet die additive Fertigung somit viel Potenzial, um zur vollständigen Wiederverwertbarkeit beizutragen und in Zukunft Stoffkreisläufe zu schließen.